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Die Trägerverbände Diakonie, Caritas, AWO, DRK, Parität, ZWIST= Jüdischer Verband sowie der BPA= Bundesverband privater Anbieter sozialer Einrichtungen sind auch die Betreiber von Pflegeeinrichtungen.

Sie wissen um die Belange der pflegebedürftigen Menschen sowie der Pflegekräfte.
Deshalb können die Trägerverbände am besten beurteilen, ob das Pflegepersonal für eine menschenwürdige Pflege ausreicht.
Sollte eine menschenwürdige Pflege nicht mehr gewährleistet  werden können, sind sie aufgefordert, mit den Kostenträgern-  Pflegekassen und Sozialhilfeträgern-  einen neuen Personalschlüssel zu verhandeln.

Diese Aufgabe und Verantwortung ergibt sich aus dem Sozialgesetzbuch XI  § 75 im jeweiligen Landesrahmenvertrag.
Die Trägerverbände sind deshalb ausdrücklich bei der gesetzlichen Regelung mit einbezogen, da sie eng mit der Pflege verbunden und für die pflegebedürftigen Menschen die Lobbyisten sind.

Mit den Pflegekassen und den Sozialhilfeträger bilden sie die Pflegeselbstverwaltung in den einzelnen Bundesländern.
Bedauerlicherweise sind die Trägerverbände ihren Aufgaben und ihrer Verantwortung gar nicht oder nur teilweise nachgekommen.
Seit Einführung der Pflegeversicherung vor 20 Jahren hat sich der Personalschlüssel in den Bundesländern kaum verändert.

Der Arbeitsaufwand in der Pflege hat sich in dieser Zeit aber eindeutig erhöht.
Immer mehr ältere Menschen mit Mehrfacherkrankungen und Demenz leben in den Altenpflegeheimen.
Der Aufwand an Bürokratie hat stetig zugenommen, und es gibt keine Zivildienstleistenden mehr.
Durch die immer schlechter gewordenen Rahmenbedingungen sind viele Pflegekräfte ausgestiegen und es gab kaum Rückkehrer. Auszubildende haben oftmals die Schule abgebrochen oder sind nach der Ausbildung in einen anderen Beruf gegangen.
Eine menschenwürdige Pflege ist deshalb unter diesen Rahmenbedingungen kaum noch möglich.

Der heutige und zukünftige Pflegekräftemangel ist also hausgemacht.
Hätten die Trägerverbände angemessen gehandelt und verhandelt, würde es heute und in Zukunft ausreichend Pflegekräfte geben.

Hier einige Leit- und Grundsätze der Trägerverbände:

Diakonie

  • Wir nehmen den einzelnen Menschen wahr!
  • Unser Glaube spricht durch Taten!
  • Es zeigt sich in der Art, wie wir tun, was wir tun!
  • Wir achten die Würde jedes Menschen!
  • Wir treten besonders für die Menschen ein, deren Würde missachtet wird!
  • Gemeinsam mit anderen treten wir für eine menschenwürdige Gesetzgebung ein!


Caritas

  • Wir verstehen uns als Anwalt und Partner Benachteiligter!
  • Wir schützen den Menschen in seiner Würde!
  • Wir verschaffen ihren Nöten und Anliegen Gehör und unterstützen sie bei der Wahrnehmung ihrer Rechte!
  • Wir treten politischen Entwicklungen entgegen, die zur Benachteiligung oder Ausgrenzung von gesellschaftlichen Gruppen führen!

Deutsches Rotes Kreuz

  • Wir dienen Menschen, aber keinen Systemen!
  • Wir ergreifen die Initiative, aber niemals die Partei!
  • Wir gehorchen der Not, aber nicht dem König!
  • Wir schützen und helfen dort, wo menschliches Leiden zu verhindern und zu lindern ist!
  • Wir sehen uns ausschließlich als Anwälte der Hilfebedürftigen!
  • Wir sind nicht bereit, Unmenschlichkeit hinzunehmen und erheben deshalb, wo geboten,
    unsere Stimme gegen ihre Ursachen!

Arbeiterwohlfahrt

  • Wir kämpfen für eine sozial gerechte Gesellschaft!
  • Wir nehmen politisch Einfluss!
  • Wer in Not gerät, kann sich auf die Solidarität der Arbeiterwohlfahrt verlassen!

Paritätischer Wohlfahrtsverband

  • Der Paritätische ist der Idee  sozialer Gerechtigkeit verpflichtet!
  • Der Paritätische ist zur Verwirklichung eines Lebens in Würde und der Entfaltung der Persönlichkeit verpflichtet!
  • Der Paritätische wirkt auf eine Sozial- und Gesellschaftspolitik hin, die die Ursachen von Benachteiligung beseitigt, ein selbstbestimmtes Leben ermöglicht und sachgerechte Rahmenbedingungen für eine zeitgemäße soziale Arbeit schafft!

Die Trägerverbände mussten und müssen sich in Zukunft an ihren Aussagen messen lassen. Ihren Worten müssen Taten folgen!
Sie sind gesetzlich, moralisch und ethisch verpflichtet, sich für eine menschenwürdige Pflege einzusetzen.
 

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