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05.12.2014 - 20:01 Uhr | André Gruszkowski schreibt:

 

Betreff: Sachbezogen

Hallo Werner;
sehr geehrte Damen und Herren,

über den Gedankenaustausch freue ich mich und möchte einige Gedanken gern näher diskutieren!
Wenn die Gesetze und Regeln vorhanden sind und die Realität extrem davon abweicht, dann haben wir ein sehr großes Problem!

Nun sind fast 3 Jahrzehnte vergangen und man muss bilanzieren, dass die Forderungen und Notwendigkeiten auf eine Veränderung unerfüllt blieben! Aber es hat sich zumindest verändert, auch wenn es schlechter geworden ist! Im Ernst!!
Die Menschen werden und lassen sich fremdbestimmen! Es gab einen Augenblick in der Geschichte der Menschheit, der als Vorbild dienen kann: unsere eigene deutsch-deutsche Wiedervereinigung! Von der Basis aus wurde die Veränderung friedlich und konsequent vorangetrieben!
Nun zahlen wir einen sehr hohen Preis durch Steuern, Abgaben, Sozialabgaben usw., doch mitbestimmen dürfen WIR nicht!

Da Reden und Mitbestimmen nicht zur Verfügung steht, kann man evtl. an einer Neuausrichtung denken! "Selber Machen"; Altenpflegeheime nach eigenen Vorstellungen bauen und betreiben, Pflege daheim organisieren, denn wer schuldenfrei wohnt, belastet die Gemeinschaft nicht mit Miet- bzw. Sozialkosten!!? Ich würde mich freuen, wenn über Werner ein Austausch von Anderen stattfindet und WIR Lösungen erarbeiten, die langfristig die Systemfehler ausbessern!
Theoretisch ist es planbar und auch machbar! Praktisch müssen wir vielleicht auf die Zustimmung der nächsten Generation warten!??
 

 

 

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04.12.2014 - 17:50 Uhr | Franz Pier schreibt:

 

Betreff: Sachbezogen

Die Pflegeselbstverwaltung hat versagt!
Das System der Pflegeselbstverwaltung, bei dem der Staat zwar seine Verantwortung für Gesundheit und Pflege delegiert hat, aber trotzdem kraft seiner Gesetze in der Verantwortung bleibt, gehört auf den Prüfstand!
Seit vielen Jahren zeigt sich, dass hier nur ein Mangel verwaltet wird, sich aber nichts Grundlegendes an den Rahmenbedingungen in der Pflege verbessert hat. Ganzheitliche und menschenwürdige Pflege verlangt eine deutliche Verbesserung des Personalschlüssels und eine Aufwertung des Pflegeberufes. Dazu kann man sich aber nicht durchringen.

Offensichtlich ist man sowohl auf Seiten der Kostenträger wie auch auf Seiten der Heimträger mit einer minimalen "Sauber-Satt-Pflege" zufrieden. Das aber spricht keineswegs für die Wohlfahrtsverbände als Träger der allermeisten Heime in der Pflegeselbstverwaltung.
Und ganz besonders nicht für die kirchlichen Träger der Caritas und Diakonie!

Diese beiden Verbände haben sich den Einsatz für die Menschenwürde auf ihre Fahnen geschrieben. Gerade darum hätte ich von diesen kirchlichen Trägern ein viel größeres Engagement für Verbesserungen zum Wohle der alten, pflegebedürftigen Heimbewohner wie auch für die vielen engagierten Mitarbeiter/innen in der Pflege erwartet.
Durch diesen mangelhaften Einsatz tragen auch sie zu den derzeitigen unbefriedigenden Rahmenbedingungen für die Pflegebedürftigen und die Pflegenden bei. Ist das christlich???

Hier sehe ich die Verpflichtung zu deutlich mehr verantwortungsbewußtem, konsequentem und hartnäckigem handeln, das auch nach außen sichtbar wird, gerade im Raum der christlichen Kirchen.

Warum geschieht nichts???
Die Ethik und Moral einer Gesellschaft lässt sich daran erkennen, wie sie mit ihren schwächsten Mitgliedern, den kranken und alten Menschen umgeht.
Legt man diesen Maßstab an......armes Deutschland!

 

 

18

29.11.2014 - 17:26 Uhr |  Annelie Wagner schreibt:

 

Betreff: Allgemeines

Lieber Herr Kollmitz,
vielen Dank für diese sehr wichtige Internetseite hinter der so viel Erfahrung, Arbeit und Engagement steckt.
Ich schreibe diese Zeilen von meinem nagelneuen jungfräulichen Computer und habe eben bemerkt bei der Suche nach der website im www, dass das www Sie bereits kennt ;-)) ... nach Eingabe Werner Koll ...wird an Stelle 3 Werner Kollmitz vorgeschlagen. Das beweist, dass im Prinzip weltweite Interesse an menschenwürdiger Pflege. DAS MACHT HOFFNUNG!

 

 

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22.11.2014 - 12:25 Uhr | C. Gavelle  schreibt:

 

Betreff: Sachbezogen

Liebe Frau Schlachter- Rudolph!
Liebe Frau Bätz !
Erfreulicher Weise werden immer mehr untragbare Zusammenhänge deutlich und  die Zahl der aktiven Mitstreiter wächst !
In den Kliniken sieht es auch schlimm aus,  deshalb zur Info diesen TV- Tipp:
Am Freitag, den 28.11.14 um 21.00 auf 3 Sat
Kranke Gesundheitsbranche - Kliniksterben, Ärztemangel, Zwei-Klassen-Medizin
http://www.3sat.de/page/?source=/boerse/magazin/179361/index.html&cx=12
 

 

 

16

21.11.2014 - 17:09 Uhr | Sabine Bätz schreibt:

 

Betreff: Sachbezogen

Sehr geehrte Frau Schlachter-Rudolph,
Ihre Ausführungen sind mehr als treffend. Ihrer Wut schließe ich mich vollkommen an - die gängige Praxis der Regierenden kann jeden Beteiligten an diesem desaströsen Kampf um bessere, Menschen-würdige, Wert-schätzende Pflege nur zur eiskalten Wut treiben! Aber wehe den Politikern, wenn diese Situation über kurz oder lang eskaliert. Es stehen - Gott sein Dank - immer mehr Menschen gegen diese abartige, weil Menschen-unzumutbaren (den zu Pflegenden und deren Angehörigen - genau wie dem Pflegepersonal)derzeit (bzw. seit Jahren/Jahrzehnten) praktizierten Pflege von alten und/oder kranken Menschen (jeden Alters) auf.

Kämpfen wir GEMEINSAM weiter - und hoffen wir auf die Genialität von Herrn Kollmitz, der die richtigen Ansatzpunkte für eine diesbezügliche Änderung schaffen wird.
 

 

 

15

21.11.2014 - 10:20 Uhr | Werner Kollmitz schreibt:

 

Betreff: Allgemeines

Liebe Gäste,
die enthaltene Kommentarfunktion in der Rubrik: http://briefe.menschenwuerde-in-der-altenpflege.de/index.php
ist nun wieder verfügbar, der Fehler ist behoben. Ich freue mich auf Ihre Kommentare.

Werner Kollmitz

 

 

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20.11.2014 - 15:13 Uhr | Friederike Schlachter-Rudolph schreibt:

 

Betreff: Allgemeines

Lieber Herr Kollmitz,
aus Baden Württemberg möchte ich mich ganz herzlich bei Ihnen bedanken für die Unermüdlichkeit, mit der Sie seit Jahren die bestehenden Verhältnisse in der stationären Altenhilfe aufzeigen. Insbesondere dafür,dass Sie so deutlich und verständlich die Rolle der Trägerverbände darlegen. Ich selbst bin eher wütend darüber.

Seit 1992 arbeite ich in der Altenpflege und engagiere mich seither für eine Verbesserung von Arbeitsbedingungen für die Pflege alter, schwerstpflegebedürftiger  Menschen . Bereits an den ersten, damals kirchlichen Träger habe ich als Mitarbeiterin , zusammen mit Kolleginnen schriftlich und mündlich zurückgemeldet, dass das was in der zur Verfügung stehenden Zeit an Pflege geleistet werden kann, sich nicht mit unserem Anspruch an menschenwürdige Pflege vereinbaren lässt. Inzwischen sind 22 Jahre vergangen, die Pflegeversicherung ist eingeführt worden und auch dadurch wurden die Arbeitsbedingungen für die professionell Pflegenden weiter verschärft, z.B. durch die damit verbundenen Ökonomisierung der Altenpflege und der daraus resultierenden Zeitbemessung von Pflegehandlungen.

Egal an welche Träger- oder politische Ebene  man sich mit dem Anspruch wendet,Arbeitsbedingungen für die Pflege zu verbessern , wird die Problematik zwar bejaht, die Schuld für das Elend aber immer der jeweils anderen Ebene zugeschoben. Als Pflegeprotestlerin dreht frau sich nur im Kreis. Im Laufe der Jahre sieht frau um sich herum immer mehr professionell Pflegende, die ihre Engagiertheit, ihre Empathie und ihre Gesundheit verloren haben. Immer weniger geeignete junge Altenpflegekräfte kommen nach, bzw. gibt ein Teil im Erleben der realen Arbeitsbedingungen bald auf und scheidet dann aus dem Beruf aus. Als Pflegedienstleiterin versuche ich nun seit 14 Jahren den Spagat zu leisten zwischen den zur Verfügung stehenden Personalstellen und der zu erfüllenden Forderungen an menschenwürdige Pflege, Erfüllung von kontrollenbedingten Dokumentationsansprüchen und der Achtung von Mitarbeiterbedürfnissen. Dies ist ein nicht erfüllbarer Anspruch, sodass frau auch in Leitungsposition- wenn sie nicht vergessen hat, wie die Pflegearbeit an der Basis aussieht- gefährdet ist, ihre seelische und körperliche Gesundheit zu verlieren.

Ich denke inzwischen, dass die Situation in der Altenpflege so ist wie sie ist, weil Trägervertreter weit weg sind von der Basisarbeit sind und die Ohren für Klagen von Basismitarbeitern (in der Regel Frauen)verschlossen haben. Deshalb können sie ( in der Regel Männer)an Verhandlungstischen sitzen und Sachverhalte mit Konsequenzen für Arbeitsbedingungen verhandeln, die sie selbst nicht ertragen müssen.

Deshalb spüren Sie auch nicht die unter Pflegekräften um sich greifende Resignation und Depression. Darüber berichten dann die Krankenkassen, die psychisch oder somatisch erkrankte Pflegekräfte als zunehmenden Kostenfaktor erleben und ihrerseits ein besseres Gesundheitsmanagement in den Pflegeinrichtungen fordern. Davon, dass dieses- wie viele anderen immer besser auszufüllende Aufgaben( Dokumentation, Behandlungspflege, Praxisanleitung, Qualitätsmanagement u.a.m ) auch Zeit und Geld kostet, bzw. über deren Refinanzierung wird nicht gesprochen. Die Politik macht Gesetze , (z.B. über Qualitätskontrollen, Transparenzvereinbarungen u.ä.)die dem Wähler/Bürger Verbraucherschutz vorgaukeln und hat die Verantwortung an die Pflegeselbstverwaltung abgegeben. Und deshalb sind die Verhältnisse so wie sie sind. Anstatt einzugreifen und zu lenken, werden neue Gesetze und Vorschriften gemacht, die den zu Pflegenden immer mehr Zeit und Zuwendung entziehen.

Vielleicht gelingt es endlich, mit Ihnen Herr Kollmitz und anderen Engagierten, einen Aufbruch in der Pflege zu schaffen. Im Übrigen betrifft die Frage von Achtung der Menschenwürde in der Pflege nicht nur die Altenpflege (stationär und ambulant) sondern auch die Pflege von alten Menschen in Kliniken und Krankenhäusern. 

 

 

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19.11.2014 - 21:16 Uhr | C. Gavelle  schreibt:

 

Betreff: Sachbezogen

Lieber Herr Kollmitz !
Lieber Herr Thomsen !
Vielen Dank für die äußerst informativen und klar dargestellten Einträge. Ich denke, dass die Zusammenhänge nicht nur für mich neu sind
und die Hin- und Herschieberei der Verantwortlichkeit dadurch deutlicher geworden ist.

 

 

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18.11.2014 - 19:24 Uhr | Werner Kollmitz schreibt:

 

Betreff: Sachbezogen

Hallo Frau Gavelle!
Hallo Frau Bätz!

Zur Münchner Runde:
Bereits in der Sendung “Altenheim live” hat der Präsident der Diakonie, Herr Lilie, sich aus seiner Verantwortung für den Trägerverband  laut § 75  SGB XI
in der Pflegeselbstverwaltung herausgeredet.
In der Sendung “Münchner Runde” hat jetzt auch noch Herr Meurer vom BPA - Bundesverband privater Anbieter - "offensichtlich"
die Unwahrheit gesagt !
Die Bundesregierung kann und darf das Verleugnen der verantwortlichen Trägerverbände auf Kosten der Würde hilfs- und pflegebedürftiger Menschen nicht länger hinnehmen und dazu tatenlos schweigen.
Die Pflegeselbstverwaltung hat eindeutig versagt! Das Altenpflegesystem ist gescheitert!

Zur Wahrheit und Klarheit:
Der Personalschlüssel wird nicht von den Bundesländern, sondern in der Pflegeselbstverwaltung in den einzelnen Bundesländern
verhandelt und im Rahmenvertrag festgeschrieben.

 1)  Der Staat hat - laut seiner Gesetze- die Hauptverantwortung für eine menschenwürdige Pflege.
 2)  Diese Verantwortung hat der Staat -laut SGB XI § 75- der Pflegeselbstverwaltung in den Bundesländern übertragen.
 3)  In der Pflegeselbstverwaltung sitzen die Pflegekassen, Sozialhilfeträger und die Trägerverbände.
 4)  Die verantwortlichen Trägerverbände sind:
     BPA= Bundesverband privater Anbieter (Vorsitzender Herr Meurer) sowie Diakonie, Caritas, AWO, DRK, Parität und ZWIST.
 5)  Diese Trägerverbände sind mitverantwortlich für die Qualität und somit für eine menschenwürdige Pflege.
 6)  Sie haben in den letzten Jahrzehnten offensichtlich nicht über einen menschenwürdigen Personalschlüssel verhandelt.
 7)  Der Staat- Bundes und Länderregierungen- hat die Untätigkeit der Trägerverbände ignoriert und nicht eingegriffen.
 8)  Somit ist der Staat als Hauptverantwortlicher für eine menschenwürdige Pflege auch untätig gewesen.
 9) Deshalb richtet sich die Verfassungsbeschwerde gegen die Bundesregierung und nicht gegen die verantwortlichen Trägerverbände.

Ausführliche Informationen zum Thema finden Sie auf meiner Webseite unter: Kommentare - Rückantworten.
Besonders aufschlussreich sind die Rückantworten aus den Sozialministerien.

 

 

 

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17.11.2014 - 15:13 Uhr | Sabine Bätz schreibt:

 

Betreff: Sachbezogen

@Michael Thompsen - Sie haben Recht damit, die Rahmenverträge müssen gekündigt werden - ABER - zeitgleich MUSS der Druck auf die Regierung erhöht werden ein von Grund auf neues, menschen-nahes, Werte-orientiertes Pflegegesetz zu schaffen. Das funktioniert aber nur, wenn sich ALLE Vereine/Verbände etc. endlich zusammenschließen und die Grundforderung nach dringend notwendiger Änderung GEMEINSAM  formulieren und den Politikern vorlegen.
 

 

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